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Homeoffice bietet viele Vorteile – kann aber mitunter auch an der Zufriedenheit der Belegschaft nagen. Hier genau hinzuschauen, ist unerlässlich. Vor allem bei Mitarbeiter*innen, die noch recht neu im Unternehmen sind. Denn während solche mit einer langen Betriebszugehörigkeit schon ein gewisses Vertrauen in die Führungsebene entwickeln konnten, bauen zum Beispiel Nachwuchskräfte erst nach und nach eine Bindung zur Firma auf und erkennen erst im Laufe der Zeit den Zusammenhang zwischen ihrer Arbeit und den Unternehmenszielen. Deshalb hier ein paar Tipps für gute Führung im Remote-Modus:

1. Klar und regelmäßig kommunizieren

Kaum etwas ist frustrierender und demotivierender, als in den blauen Dunst hinein zu arbeiten. Ohne eine (relativ) feste Struktur und transparente Kommunikationsstrategie läuft man Gefahr, dass Mitarbeiter*innen einen „Durchhänger“ bekommen. Wichtig deshalb: regelmäßige Jours fixes und Feedbackschleifen, klare Fristen, Aufgabendefinitionen und Zielvorgaben.

2. Über Unternehmensstrategie informieren

Wie geht es der Firma? Wird sich etwas ändern? Was sind die Ziele für dieses und die kommenden Jahre? Gerade in Zeiten räumlicher Distanz sollten Mitarbeiter*innen darüber Bescheid wissen, um die Bindung an das Unternehmen nicht zu verlieren. Die Gründe für Neuerungen sollten erläutert werden, in die Entwicklung von Richtlinien sollte auch das Personal einbezogen werden. So bleibt die Sinnhaftigkeit der Arbeit erhalten und die Frage „Warum mache ich das eigentlich?“ kommt nicht auf.

3. Klare Erwartungen an die Arbeit formulieren

Welche Qualität sollte die Arbeit haben? In welchem zeitlichen Rahmen sollte sie erledigt werden? Was wird in Sachen Teamwork erwartet? Das klar zu definieren, ist wichtig. Niemand sollte ziellos vor sich hin arbeiten und raten müssen, was sich Vorgesetzte vom Endergebnis und dem Weg dorthin erhoffen. Hilfreich auch: das Thema Homeoffice nicht als Übergangslösung betrachten. Denn es ist in vielen Bereichen schlichtweg die Arbeitsform der Zukunft. Wenn professionelle Bedingungen dafür geschaffen sind, werden Mitarbeiter*innen sich leichter daran gewöhnen, dies viel ernster nehmen und als normale Arbeitsweise akzeptieren.

4. Interessiert zuhören

Dass Produktivitätsniveaus schwanken, ist völlig normal. Druck ausüben oder Überwachen sind hier jedoch die schlechtesten Mittel der Wahl. Besser: Die Mitarbeiter*innen ernst nehmen, sensibel zuhören, empathisch nachfragen, wo es hakt, und Lösungen anbieten. So lassen sich Probleme frühzeitig erkennen und angehen – bevor etwas schiefläuft.

5. Gefühl von Isolation vermeiden

Man kommt allein zur Arbeit, arbeitet allein und geht allein in den Feierabend: So fühlt sich Homeoffice mitunter an. Vor allem Mitarbeiter*innen, die auch ihr Onboarding remote bewältigen mussten, mangelt es oft an Gemeinschafts- und Bindungsgefühl. Ein Buddy-System und regelmäßige (zwanglose) Team-Meetings können hier helfen. Aber auch Spaß sollte nicht fehlen. Zum Beispiel bei einem Incentive – ob nun online oder offline.