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Studium und Corona: Mehrheit der Studierenden fürchtet um Berufseinstieg

Foto: Kzenon/depositphotos.com

Voraussichtliche Lesedauer: 2 Minuten

Wirtschaftsflaute, Stellenabbau und Einstellungsstopps: Für Studierende ist die Covid-19-Pandemie und ihre möglichen Auswirkungen auf die Arbeitswelt mit viel Unsicherheit verbunden. Für 54 Prozent von ihnen erscheint es fraglich, ob der Berufseinstig in naher Zukunft gelingen wird. Rund jeder Dritte ist sogar davon überzeugt, nach dem Studium erst einmal keinen Job zu finden. Das ergab die Umfrage „Studium und Corona“, die wir – in Kooperation mit der Hochschulmarketing-Agentur CAMPUSdirekt – zwischen Dezember 2020 und Januar 2021 durchgeführt haben.

Studierende wünschen sich mehr Informationen seitens der Unternehmen

Dennoch möchten 67 Prozent der Befragten an ihren bisherigen Plänen festhalten, also das Studium fortsetzen und abschließen. 33 Prozent dagegen wollen den Berufseinstieg erst einmal hinausschieben, etwas länger studieren oder ein Zweitstudium beginnen.

Werden trotz der aktuellen Situation Nachwuchskräfte gesucht, wünschen sich Studierende, durch Unternehmen besser über offene Stellen und Karrierewege informiert zu werden. 74 Prozent möchten dabei über Werbeanzeigen angesprochen werden, 46 Prozent über virtuelle Karrieretage oder -messen und 39 Prozent über Maßnahmen auf Social Media-Kanälen. Newsletter (23 %) und Unternehmenspodcasts (18 %) gehören ebenfalls zu den präferierten Kommunikationswegen.

Die Mehrheit der Studierenden ist allgemein zufrieden

Aufgrund der Corona-Krise lernen und leben Deutschlands Studierende seit nunmehr drei Semestern unter veränderten Bedingungen. Es gibt kaum Präsenzlehre, die Bibliotheken sind geschlossen und es mangelt an Nebenjobs. Und dennoch: Allgemein sind 54 Prozent mit der aktuellen Situation zufrieden bis sehr zufrieden.

Vor allem das Online-Studium bereitet eher wenig Schwierigkeiten. So gaben 47 Prozent der Befragten an, damit gut zurechtzukommen; bei 21 Prozent läuft das digitale Lernen sogar sehr gut. Als besonders positiv werden die örtliche Unabhängigkeit und freie Zeiteinteilung betrachtet. Für 91 Prozent sind dies die unschlagbaren Vorteile der Online-Lehre.

65 Prozent für eine Hybridlösung aus Online- und Präsenzlehre – auch nach der Corona-Krise

Doch das Studium fernab des Campus bringt auch Probleme mit sich. So fehlt jedem dritten Studierenden der direkte Kontakt mit Kommiliton*innen und jeder vierte hat Schwierigkeiten, sich zu motivieren. Auch die Kommunikation mit den Lehrenden (15 %) sowie das Verstehen des Lehrstoffs (11 %) beurteilen einige als problematisch. Eine reine Online-Lehre – auch nach der Corona-Krise – kommt daher nur für zwölf Prozent der Studierenden infrage. 23 Prozent hingegen lehnen dies kategorisch ab. Die überwiegende Mehrheit – nämlich 65 Prozent – wünscht sich eine dauerhafte Mischung aus Online- und Präsenzlehre.

Hinsichtlich der finanziellen Situation gaben 37 Prozent der Studierenden an, dass sich diese gegenüber Vor-Corona-Zeiten verschlechtert hat. Bei über der Hälfte der Befragten ist diese jedoch unverändert geblieben. Immerhin jeder Zehnte konnte sich in Sachen Finanzen sogar verbessern.

Über die Umfrage „Studium und Corona“

Initiatoren der Umfrage sind die Hochschulmarketing-Agentur Advising Solutions und CAMPUSdirekt Deutschland GmbH jeweils mit Sitz in Berlin. Sie wurde zwischen Dezember 2020 und Januar 2021 per Online-Fragebogen durchgeführt. Teilgenommen haben 575 Studierende aus ganz Deutschland.

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