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Hochschulmarketing: Welche Social Media-Plattformen eignen sich am besten?

Foto: Tracy Le Blanc/pexels.com

Voraussichtliche Lesedauer: 4 Minuten

Hochschulmarketing auf Social Media-Plattformen ist heutzutage ein Muss. Denn hier tummelt sich die Zielgruppe der Studierenden und Absolvent*innen, um sich die Zeit zu vertreiben, sich zu informieren – und auch nach Karrierewegen und Jobs zu suchen. Doch welches Netzwerk ist am effektivsten? Wo setzt man die Arbeitgebermarke am besten in Szene? Wo spricht man am leichtesten Talente mit bestimmten Fähigkeiten und demografischen Merkmalen an? Fragen über Fragen. Wir schauen uns daher das Für und Wider von Facebook, LinkedIn, Twitter und Instagram einmal genauer an.

Hochschulmarketing und Recruiting auf Facebook  

Facebook ist mit weltweit rund 1,7 Milliarden täglichen Nutzern nach wie vor ein wichtiger Player. Dabei ist es schon lange kein rein persönliches soziales Netzwerk mehr, sondern auch ein Ort, an dem Marketing- und Rekrutierungsstrategien wirken.

Der große Vorteil von Facebook ist die Möglichkeit, sein Angebot punktgenau auszuspielen. Perfekt abgestimmt auf das Alter, den Standort, die Interessen oder den Studiengang der Nutzer*innen. So erreicht man nicht nur aktiv Suchende, sondern auch solche, die sich noch nicht für einen Job oder ein Unternehmen entschieden haben.

Allerdings: Facebook ist in vielen Altersgruppen beliebt – gilt jedoch gerade bei jungen Leuten eher als von „gestern“. So nutzen heute nur noch 36 Prozent der 16- bis 19-Jährigen die Plattform. Zwei Jahre zuvor waren es noch 68 Prozent. Nicht ganz so gravierend sieht es bei den 20- bis 29-Jährigen aus. Hier fiel der Anteil der Nutzer*innen von 89 auf 72 Prozent. Ein Trend, den man durchaus beobachten sollte. Gerade im Hinblick auf Maßnahmen im Bereich Hochschulmarketing.

Aus diesem Grund ist es wichtig, in Sachen Inhalte kreativ zu werden und diese auf die Zielgruppe der Studierenden und Absolvent*innen zuzuschneiden. Auch etwas Werbebudget sollte in die Hand genommen werden. Denn die Menge an Posts, Videos oder Memes ist schier unendlich und man läuft leicht Gefahr, in der Masse unterzugehen.

Hochschulmarketing und Recruiting auf Instagram

Instagram ist ein relativer Neuling, wenn es um Strategien im Hochschulmarketing und Recruiting geht. Dies ist eine große Chance, denn hier konkurriert man noch nicht mit allzu vielen anderen Unternehmen und trifft auf eine noch relativ ungesättigten Talentpool. Die Plattform hatte 2012 rund 30 Millionen Nutzer*innen – 2020 waren es schon eine Milliarde. Also auch qualitativ eine interessante Quelle, zumal fast 70 Prozent der User zwischen 18 und 29 Jahre alt sind.

Instagram ist im Kern eine visuelle Plattform. Das heißt: Alle Inhalte von Kampagnen im Hochschulmarketing und Recruiting sollten bild- und videoorientiert sein, um Erfolg zu versprechen. Textreiche Posts hingegen werden das Publikum nicht auf die gleiche Weise ansprechen.

Hochschulmarketing und Recruiting auf LinkedIn

LinkedIn ist allgegenwärtig, wenn es um digitales Recruiting geht. Der Grund ist klar: Nirgendwo sonst erhält man einen besseren Einblick in Karrieregeschichten und Referenzen wie hier. Und auch als Unternehmen kann man sich und seine HR-Verantwortlichen präsentieren, kann Jobangebote, direkt Kontakt aufnehmen, Karrierewege publik machen und seinen Followern Insights in den Unternehmensalltag liefern.

Die Mehrheit, die LinkedIn nutzt, tut dies passiv. Gerade im Hinblick auf Studierende und Absolvent*innen bietet sich so die effektive Möglichkeit, langfristig eine Beziehung und Bildung aufzubauen und einen Talentpool aufzubauen. Da sich auf LinkedIn alles ganz spezifisch um die berufliche Entwicklung dreht, ist es zudem sehr wahrscheinlich, dass die Wirkung und der Erfolg von Kampagnen im Hochschulmarketing und Recruiting größer sind als auf anderen Plattformen.

Allerdings herrscht auf LinkedIn ein großer Konkurrenzkampf und man ist nicht der einzige HR-Profi, der hier für seine Branche nach Talenten sucht. Zudem ist LinkedIn wohl nach wie vor eher ein Netzwerk, das Professionals nutzen. Die Mehrheit der User ist 35 Jahre oder älter.

Hochschulmarketing und Recruiting auf Twitter

Twitter ist mehr als nur eine Plattform, auf der man seine unmittelbaren Gedanken zu etwas veröffentlichen kann – es kann auch ein ziemlich wirksames Instrument für Hochschulmarketing und Recruiting sein. Twitter ist eine Kombination aus persönlichem und professionellem Social Media-Netzwerk und ermöglicht es daher, potenzielle Kandidat*innen in einem eher informellen Umfeld zu finden und anzusprechen.

Aktuell besitzt Twitter rund 330 Millionen Nutzer*innen weltweit. 44 Prozent davon sind zwischen 18 und 24 Jahren alt, 31 Prozent sind 25- bis 30-Jährige. Damit ist die Plattform ideal, um Millennials und die Gen Y zu erreichen.

Der große Vorteil: Auf Twitter kann man sich als meinungsstarkes Unternehmen präsentieren, kann auf aktuelle Ereignisse reagieren und damit die Unternehmenswerte in die Öffentlichkeit transportieren. Zudem erfährt man hier – viel mehr als auf anderen Plattformen – etwas über die Persönlichkeit möglicher Nachwuchskräfte. Denn Tweets, Retweets und Likes zeigen, ob Nutzer*innen gut ins Unternehmen passen.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass in der Regel nicht allzu viel Geld ausgegeben werden muss, um eine respektable Reichweite zu erzielen. Man erreicht aktive und passive Kandidat*innen recht leicht und ohne zum Beispiel eine Freundschaftsanfrage versenden zu müssen.

Jedoch sollte man bedenken, dass Twitter temporeich ist. Inhalte haben in der Regel eine kurze Lebensdauer. Daher benötiget man ein cleveres Targeting und nachhaltigen Content, der schnell auf den Punkt kommt. Ein Twitter-Kanal eignet sich für kleine, gezielte Kampagnen im Hochschulmarketing und Recruiting, benötigt jedoch einiges an Zeit und Ressourcen – das sollte man im Vorfeld einplanen.

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