Überspringen zu Hauptinhalt

Fotos mit Message: Hochschulmarketing auf Instagram

Foto: Souvik Banerjee/unsplash.com

Voraussichtliche Lesedauer: 3 Minuten

Ob Food oder Fashion, ob Reisen oder DIY-Projekte: Instagram gehört zu den führenden Plattformen für Microblogging und ist aus dem Social Media-Marketing nicht mehr wegzudenken. Und dennoch: Für das Hochschulmarketing wird der Onlinedienst zum Teilen von Fotos und Videos bisher vergleichsweise wenig genutzt.

Warum Hochschulmarketing auf Instagram?

Im Gegensatz dazu ist Produktwerbung ohne Instagram heute kaum noch denkbar. So existieren aktuell rund 25 Milliarden Markenaccounts und in den USA gibt es beispielsweise so gut wie kein Modelabel, das nicht auf Instagram aktiv ist.

Schaut man sich die nackten Zahlen an, wird deutlich, warum Instagram auch für das Hochschulmarketing interessant ist und für die Ansprache von Studenten und Absolventen jede Menge Potenzial bietet:

  • Instagram hat monatlich rund eine Milliarden Nutzer. Pro Tag loggen sich 500 Millionen User ein. Damit ist Instagram das am zweithäufigsten genutzte soziale Netzwerk nach Facebook.
  • Deutschland belegt im weltweiten Nutzer-Ranking Platz 10. Circa 22 Millionen Nutzer sind hierzulande auf Instagram aktiv.
  • Seit der Gründung wurden über 40 Milliarden Fotos geteilt.
  • Pro Tag gibt es rund 3,5 Milliarden Likes.
  • Das vielleicht wichtigste Argument für eine Einbindung von Instagram in die Hochschulmarketing-Strategie: 60 Prozent der User sind zwischen 18 und 24 Jahre alt. 90 Prozent sind jünger als 35 Jahre.

Wie sieht gutes Hochschulmarketing auf Instagram aus?

Der Aufwand für Hochschulmarketing auf Instagram ist relativ gering: Die personellen Ressourcen, die man braucht, halten sich in Grenzen; vonnöten ist „lediglich“ ein Gespür für Bildsprache, Storytelling und die junge Zielgruppe.

Da Instagram weniger auf Text, sondern vordergründig auf Fotos setzt, sind hier gute Ideen und eine sinnvolle Strategie gefragt. Im Fall von Hochschulmarketing und Employer Branding heißt das vor allem: über Bilder Einblicke in das Unternehmen und die dortigen Karrierechancen liefern. Ob After Work-Party oder Weiterbildungsprogramm, die Kaffeeecke oder das Mittagessen in der Kantine, Insights zu aktuellen Projekten oder Streicheleinheiten für den Bürohund – alles, was sympathisch und authentisch ist, eignet sich als Bildmotiv.

Langweilige Bürobilder sollten hingegen vermieden werden. Besser: Mitarbeiter als Unternehmensbotschafter einsetzen. Die Praktikantin oder der Trainee, die Werkstudentin oder auch der CEO könnten via Instagram-Takeover zum Beispiel eine Woche lang den Unternehmensaccount „kapern“ und über ihren Arbeitsalltag berichten. Alterativ zu Fotos auch in Form von Instagram-Stories oder Instagram-TV.

Wichtig dabei: gute Hashtags und eine möglichst einheitliche Bildsprache. Über Hashtags finden User neuen Content. So könnte man einerseits Themen bedienen, die sich mit gerade populären Hashtags verknüpfen lassen. Andererseits empfiehlt es sich aber auch, eine Nische zu finden, eigene Hashtags zu kreieren und so nicht in der Masse unterzugehen. Bei Fotos sollte optisch auf eine rote Linie geachtet werden. Zum Beispiel könnte man Mitarbeiter stets aus der gleichen Perspektive fotografieren, wiederkehrende Bildelemente einbauen und über spezielle Filter eine einheitliche Farbgebung schaffen.

Damit Hochschulmarketing via Instagram funktioniert, braucht es natürlich eine wachsende Zahl an Followern. Regelmäßiges Posten – für den Anfang vielleicht zwei, drei Mal in der Woche – ist daher unabdingbar. Auch über Interkation, also liken, kommentieren und teilen, wächst die Community, denn der Instagram-Algorithmus bewertet Relevanz vor allem über Engagement. Ist dieses hoch, wird der Post noch mehr Followern in Feed angezeigt und die Reichweite vergrößert sich. Postingtexte sollten daher im Idealfall stets ein Call-to-Action beinhalten. Ein Quiz oder ein Gewinnspiel zum Beispiel. Oder aber eine Frage an die Community beziehungsweise ein Thema, das man zur Diskussion stellt.

Einen Nachteil hat Instagram allerdings: In der Regel lassen sich unter normale Posts keine Links setzen. Soll also beispielweise ein Traineeprogramm oder ein Karriereevent beworben werden, findet der Link nur in der Bio Platz und es muss im dazugehörigen Post darauf verwiesen werden („Link in Bio“).

Best Practice-Beispiele für Hochschulmarketing auf Instagram

Und hier ein wenig Inspiration…

@rewekarriere

@vodafone_karriere

@axelspringer_karriere

@deloittedeutschlandkarriere

@bcg.karriere

@thyssenkruppcareer

@daimlercareer

@class_careers

@bmwgroupcareers

Latest Articles

Recruiting: Duzen in Stellenanzeigen nimmt zu

Duzen in Stellenanzeigen liegt im Trend. Dabei richtet sich die lockere Anrede schon lange nicht mehr nur an Schüler*innen. Auch beim Recruiting von Hochschulabsolvent*innen setzt man zunehmend auf einen informellen Ton.

„War of Talents“ durch Corona: Warum Hochschulmarketing gerade jetzt wichtig ist

Die Corona-Krise flaut ab, der Arbeitsmarkt erholt sich. Doch es gibt ein Problem: Viele Studierende starten später ins Berufsleben. Hochschulmarketing gewinnt dadurch an Bedeutung.

McKinsey geht mit neuer Recruiting-Kampagne an den Start

"Change it." heißt die neue Image-Kampagne der Unternehmensberatung McKinsey. Im Fokus dabei: Die eigenen Mitarbeiter*innen, die mit ihren spannenden, oft ungewöhnlichen Lebensläufen an den großen Themen der Zukunft arbeiten.
An den Anfang scrollen
Suche