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Was ist Hochschulmarketing?

Hochschulmarketing Ist Der Schlüssel, Um Studenten Und Absolventen Als Zukünftige Mitarbeiter Zu Gewinnen.

Voraussichtliche Lesedauer: 3 Minuten

Definition und Ziele von Hochschulmarketing

Um Studierende anzusprechen, muss man sie in ihrer Lebenswelt abholen. Ein großer Teil davon: ihr Studium an Hochschulen und Universitäten. Hier verbringen sie mehrere Stunden am Tag, lernen, lesen, diskutieren, legen den Grundstein für ihre Karriere – und sind dabei natürlich auch auf der Suche nach Informationen. Wie könnte meine Karriere aussehen? Wo möchte ich berufliche Erfahrungen sammeln? Welches Unternehmen oder welche Institution wäre ideal, um später den ersten „richtigen“ Job antreten? Hochschulmarketing setzt genau dort an und sollte auf diese Fragen die passenden Antworten liefern.

Und zwar, indem es den universitären Bereich als Werbefläche und Plattform für Recruiting-Maßnahmen nutzt und dort auf Praktika, Traineeprogramme und andere freie Stellen aufmerksam macht. Als wichtiger Bestandteil der Personalmarketings und der Personalbeschaffung ist Hochschulmarketing unabdingbar, um junge Talente anzusprechen, zukünftige Fach- und Führungskräfte zu gewinnen, die Zahl der Initiativbewerbungen zu erhöhen und damit auf lange Sicht den Erfolg des Unternehmen zu sichern.

Hochschulmarketing ist jedoch noch mehr: Studierende sind sich durchaus bewusst, dass sie begehrt sind. Vor allem in Branchen, die digitales und technisches Know-how benötigen, ist die Nachwuchssuche heutzutage oft keine leichte. Unternehmen buhlen nicht selten um eine begrenzte Zahl an geeigneten Kandidat*innen. Employer Branding – die Stärkung der Arbeitgebermarke – gehört daher ebenfalls zu einer guten Strategie im Bereich Hochschulmarketing. Wodurch hebt sich das eigene Unternehmen von Mitbewerbern ab? Wird mehr geboten als „nur“ ein gutes Gehalt und ein sicherer Arbeitsplatz? Was macht das Unternehmen besonders? Welche Werte werden gelebt? Das wahrgenommene Image ist heute wohl wichtiger denn je.

Daneben eignet sich Hochschulmarketing natürlich auch für die Produktwerbung. Denn Studierende sind ein großer und kaufkräftiger Konsumentenkreis, der stets hungrig ist auf Neues.

Werbeformen und Maßnahmen von Hochschulmarketing

Auf dem Campus

Die studentische Zielgruppe ist divers – genau wie die Werbemöglichkeiten im Hochschulmarketing. Um vor Ort Präsenz zu zeigen, eignen sich On-Campus-Medien wie digitale Werbeträger, Plakate, Postkarten oder Flyer. Hochschulmagazine, ausgelegt an von Studierenden stark frequentierten Orten auf dem Campus, richten sich thematisch an die junge Leserschaft und bieten das ideale Umfeld für punktgenaues Recruiting und Employer Branding. Noch relativ neu: Anzeigen in Lernunterlagen, die Targeting nach zum Beispiel Studiengang oder Semester ermöglichen. Und auch Veranstaltungen beziehungsweise Live-Kommunikation gehören dazu. Von Gamification-Events über Karrieremessen bis hin zu Sampling-Aktionen zum Semesterstart.

Online

Hochschulmarketing sollte natürlich auch im digitalen Bereich stattfinden. Social Media-Kampagnen, Influencer-Marketing, Newsletter, Lern- und Mensa-Apps, Jobportale, berufliche Netzwerke sowie die unternehmenseigene Karriere-Webseite können hier als Maßnahmen und Medien dienen.

Im Unternehmen

Um mit Studierenden in Kontakt zu treten, gibt es auch viele direkte Wege. Unternehmen können Bewerbungstrainings anbieten, zu Standortbesichtigungen einladen oder das Schreiben der Bachelor- und Masterarbeit unterstützen. Auch die Auslobung von Wettbewerben oder die Vergabe von Stipendien und Förderpreise sorgen für Aufmerksamkeit und den langfristigen Aufbau von Beziehungen.

Welche Standorte eignen sich für Hochschulmarketing?

In Deutschland gibt es über 19.000 Studiengänge und rund 400 Hochschulen. Jede davon hat ihr eigenes Profil und das Angebot reicht von der großen Universität mit breitem Spektrum an Studiengängen bis hin zur kleinen, spezialisierten Fachhochschule. Wo Maßnahmen des Hochschulmarketings zum Einsatz kommen sollen, hängt demnach von der Branche und dem gewünschten Bewerberprofil ab. Werden angehende Maschinenbauer*innen oder Informatiker*innen gesucht, sollte man vor allem an Hochschulen mit technischer Ausrichtung oder gleich am entsprechenden Institut aktiv werden. Allerdings: Auch auf den ersten Blick „unpassende“ Fachrichtungen können interessante Kandidaten mit wertvollen Fähigkeiten und Quereinsteiger-Qualitäten hervorbringen. Der Blick über den Tellerrand lohnt.

Auch die räumliche Nähe zwischen Hochschule und Unternehmen kann eine Rolle spielen. Die Studierenden und Absolvent*innen von heute sind jedoch so mobil und flexibel wie nie zuvor und auch bereit, für den ersten Job oder ein spannendes Praktikum umzuziehen. Besitzt das Unternehmen mehrere Standorte oder ist sogar international aufgestellt, empfiehlt es sich ohnehin, die Maßnahmen des Hochschulmarketings breit zu streuen.

Ratsam ist in jedem Fall, kontinuierlich präsent zu sein. Denn Semester für Semester „erneuert“ sich die Studentenschaft, kommen neue Erstsemester hinzu. Früh auf dem Bildungsweg Interesse zu wecken und Bekanntheit zu schaffen, hilft, eine Bindung zwischen Unternehmen und potenziellem Nachwuchs aufzubauen.

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