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7 Vorteile von Printwerbung

Foto: Kaboompics/pexels.com

Voraussichtliche Lesedauer: 3 Minuten

Digitale Geräte haben das Ruder übernommen. Die ganze Welt scheint nur noch online zu kommunizieren. Der logische Schluss: Print ist tot und begraben. Doch das stimmt einfach nicht. Print ist immer noch sehr lebendig. Tatsächlich haben Werbetreibende, die Print zu einem Teil ihres Marketing-Mix‘ machen, das Potenzial, ihre Erfolge erheblich zu steigern. Denn das gedruckte Wort besitzt nach wie vor besondere Pluspunkte. Hier einige Vorteile von Printwerbung:

1. Print schafft Glaubwürdigkeit

Printpublikationen, die den Leser*innen durchweg qualitativ hochwertige und zuverlässige Inhalte bieten, entwickeln Glaubwürdigkeit – und Werbetreibende können von dieser Glaubwürdigkeit profitieren. Hierbei wirkt der sogenannte „Halo-Effekt“: Unternehmen oder Marken, die zum Beispiel Anzeigen in beliebten Magazinen schalten, bekommen von den Leser*innen ähnlich positive Gefühle entgegengebracht, wie sie mit der Publikation selbst verbinden. Glaub- und Vertrauenswürdigkeit „strahlen“ also ab. Das kommt beispielweise der Employer Brand zugute.

2. Print sticht heraus

Da so viele Unternehmen ihre Kampagnen auf reine Online-Kampagnen umstellen, sticht eine Printanzeige heute mehr denn je hervor. Sie wird zu etwas Besonderem im Meer aus Werbe-Posts, Bannerwerbung und Pop-up-Fenstern. Eine starke Botschaft kombiniert mit kreativem Design kann darüber hinaus ein Übersehen-Werden verhindern. Sicher, ein gutes Interview lässt sich ohne Weiteres auch auf einer Webseite lesen. Es ist jedoch irgendwie etwas anderes, wenn dieses auch in gedruckter Form erscheint. Print hat einfach noch immer einen „Wert“, den das Web nicht bietet. Eine Wertigkeit, die sich aus Haptik, Optik und Inhalt speist. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil auch für Printwerbung.

3. Print ist greifbar

Aus der Lernforschung weiß man längst: Je mehr wir mit etwas interagieren können, desto länger bleibt es im Gedächtnis. Blättern wir physisch durch ein Magazin oder klappen wir eine Broschüre auf, dann werden zahlreiche Sinne beansprucht und es entsteht eine stärkere Wirkung. Aus demselben Grund lernt es sich besser mit handschriftlichen Notizen statt mit solchen auf dem Laptop. Eine Printanzeige hat – im Gegensatz zu Online-Werbung – zudem kein Verfallsdatum. Eine Zeitschrift kann zeitlich unbegrenzt von Hand zu Hand wandern.

4. Print erfordert Fokussierung

Die Digitalisierung tut der menschlichen Aufmerksamkeitsspanne nicht gerade gut. Wir surfen mit zehn verschiedenen Tabs im Internet, parallel senden und empfangen wir Nachrichten und im Hintergrund läuft etwas auf Netflix. Dann auch noch Online-Werbung wahrnehmen und würdigen? Schwierig. Lesen wir hingegen ein Magazin, dann lesen wir ein Magazin. Ohne Multitasking. Dafür mit viel mehr Empfänglichkeit für Werbung.

5. Print ist der Gegenentwurf zum Online-Overload

Ob Uni, Job oder Freizeit: Das Internet ist überall. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen – auch junge – zumindest zeitweise den „Stecker ziehen“. Digital Detox ist Trend. Man besinnt sich ab und zu zurück auf Gespräche von Angesicht zu Angesicht, auf die Natur, auf DIY – und auf das gedruckte Wort.

6. Print ist flexibler, als man denkt

Kommt meine Botschaft mit Print auch wirklich bei meiner Zielgruppe an? Betreibt man damit denn nicht nur „Spray and Pray“, also ein zielloses „Hinausblasen“ dieser Botschaft mit der Hoffnung, dass sie schon irgendwie ihren Weg zur richtigen Adresse findet? Das sind die Kernfragen, die viele umtreiben. Die Antwort: Wenn man es professionell anstellt, ist Targeting auch mit Print möglich. Denn ähnlich wie im Online-Bereich kann der Vertrieb die gewünschte Zielgruppe ziemlich punktgenau ansteuern. Beispiel: Hochschulwerbung. Hochschulmagazine sind dort verfügbar, wo sich Studierende aufhalten. In der Nähe von Hörsälen, Mensen und Bibliotheken. Werden vorrangig ITler*innen gesucht, erscheinen sie verstärkt an Informatik-Instituten. Sind hingegen BWLer*innen kurz vor dem Abschluss gefragt, können karrierebezogene Anzeigen in Lernunterlagen abgedruckt werden und erreichen potenzielle Bewerber*innen somit on point.

7. Print kann mit Online kooperieren

Die besten Effekte lassen sich sicher erzielen, wenn Print- und digitale Werbung synergetisch zusammenarbeiten. Die Verwendung von QR-Codes und anderen interaktiven Funktionen in Printanzeigen können dazu beitragen, eine Brücke zwischen beiden Welten zu schlagen. Zudem können Anzeigen mit kostenlosen Downloadangeboten oder Social-Media-URLs die Zielgruppe – zum Beispiel Studierenden – dazu animieren, online mit Unternehmen in Kontakt zu treten und sich über Karrieremöglichkeiten zu informieren. Die größtmögliche Aufmerksamkeit erhält man also, wenn die jeweiligen Vorteile von Printwerbung und Online-Marketing miteinander kombiniert werden.

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